The Night of the Rabbit

01:03 Katharina Erfling 0 Comments

Entwickler: Daedalic Entertainment
Erscheinungsdatum: 28. Mai 2013
19,99€ (Steam)
offizielle Webside




Tauch ein in eine Geschichte voller Magie und Wunder, wo alles möglich, aber nichts so ist wie es scheint: Begleite den jungen Jerry und folge einem wundersamen weißen Hasen nach Mauswald, einer erstaunlichen Welt voller Geheimnisse, in der Tiere sprechen können.

Hier, an diesem Ort, wird Jerrys Traum, ein echter Zauberer zu werden, endlich wahr. Doch eine unheimliche, finstere Macht wirft ihren langen Schatten über die Wälder. Jemand bietet den Leuten von Mauswald das Geschäft ihres Lebens an: Karten für die großartigste Zaubershow welche die Welt je gesehen hat. Der Preis jedoch hat sich gewaschen, denn er ist nichts Geringeres als alles, was den Bewohnern von Mauswald am liebsten und teuersten ist… oder gar ihr Leben.

Die Schatten werden dichter und dichter und die Bewohner von Mauswald haben niemanden außer Jerry, der ihnen noch helfen kann. Erlebe ein Abenteuer voller Freuden und Humor, voller fesselnder Geschichten aber auch Furcht und hilf Jerry sich seiner größten Prüfung zu stellen, um Weg in seine eigene Welt zu finden.
  • Storygetriebene Entdeckungsreise/Adventure: The Night of the Rabbit wurde von Matt Kempke erdacht, geschrieben und gestaltet und das in der festen Überzeugung, dass das Wichtigste am Game Design die Erschaffung neuer Welten ist, die von den Spielern erkundet werden können.
  • Vielschichtige Story: Was als leichtherzige und lustige Geschichte beginnt, nimmt im Verlauf des Spiels einen dramatischen, nachdenklichen Tonus an und liefert über 20 Stunden Gameplay
  • Originelles Charakter und Welt-Design: Die sprechenden, äußerst menschlichen Tiere, welche die Spielwelt bewohnen, entstammen den Kurzgeschichten aus der Feder von Matt Kempke. Diese Geschichten finden sich als Bonusmaterial im Spiel wieder.


Mit The Night of the Rabbit präsentiert Daedalic Entertainment uns wieder ein toll inszeniertes und wunderschön gestaltetes Adventure. Der Spieler begleitet den jungen Jeremias Haselnuss, der zusammen mit seiner Mutter in einem kleinen Häuschen abseits der Stadt wohnt. Solange er sich erinnern kann, will er ein Zauberer werden. Als echter Magier fehlt ihm jedoch etwas ganz wichtiges: ein Zauberstab. Doch als ein magischer Brief von einem gewissen Marquis de Hoto auftaucht beginnt sein magisches Abenteuer. Der weiße Hase bietet ihm an ihn als Baumläufer auszubilden und ihm damit seinen größten Traum zu erfüllen. Gemeinsam reisen sie durch Mauswald, treffen auf allerhand skurriler Charaktere. Doch der beschauliche Wald ist in Gefahr. Der große Zaroff bringt in seinem Wahn das natürliche Gleichgewicht der Welt durcheinander. Kann Jerry den Zaroff aufhalten?






Night of Rabbit ist ganz anders als Spiele wie Deponia, Edna bricht aus oder Harveys neue Augen. Inspiriert von Alice im Wunderland entführt Daedalic uns hier in eine märchenhafte Geschichte voller Magie.

Toll gestaltete Charaktere treffen auf wundervoll gezeichnete Hintergründe, unterlegt von einem stimmungsvollen Soundtrack. Wobei die lieben Entwickler das Maintheme das ein oder andere Mal zu oft aufgegriffen haben. Besonders positiv hervorzuheben sind die Synchronsprecher. Wie auch in anderen Spielen von Daedalic machen sie eine enorm gute Arbeit, etwa der Erzähler, der auch als Schlüsselmeister in Edna bricht aus geglänzt hat. Eher negativ fällt der Sprecher von Jerry Haselnuss auf, der teilweise wirklich künstlich kindlich wirkt. Diese übertriebene Euphorie lässt ihn eher wirken als hätte er von den Pilzen vom Wegesrand genascht. Er klingt einfach nicht wie ein Zwölfjähriger, eher wie ein Erwachsener, der verzweifelt versucht so zu klingen. Weniger durch die Stimme sondern die so gewollt und nicht gekonnten Dialoge, die ihm in den Mund gelegt werden. Dadurch wird er zu einem absolut nervigen Protagonisten.




Nach einem märchenhaft schönen Anfang und dem Schock über den absolut nervigen Helden verliert sich die Geschichte in geheimnisvollen Andeutungen. Die Handlung dümpelt vor sich hin und erst kurz vor Schluss wird versucht die Andeutungen aufzulösen. Natürlich schaffen die Entwickler nicht mehr die offenen Handlungsstränge zu verbinden und packen alles in einen dreizehn minütigen Abspann. Der hingegen ist wirklich äußerst gelungen, aber Daedalic... das muss doch nicht sein.

Vom Gameplay her zeigt sich Daedalic wieder von seiner besten Seite. Es gibt viele verschiedenen Features, die man teilweise schon von Spielen wie Deponia kannte, etwa das Aufrufen des Inventars per Mausrad, oder dass sich die Minispiele überspringen lassen. Außerdem gibt es für den Spieler auch neben der Hauptstory viel zu entdecken. Wie etwa kleine Tautropfen die es zu finden gilt, oder auch Mäusesticker und Geschichten. Ganz nebenbei sammelt man auch einige Quartett-Karten mit denen man gegen jeden beliebigen Dorfbewohner Zauberquartett spielen kann. Die Rätsel sind eigentlich immer logisch. Neben dem gewohnten Ablauf in Point and Click Adventures kennt, gibt es hier noch eine kleine Neuerung: Zaubersprüche. Jerry kann auf ein Repertoire von max. 5 Zaubersprüchen zurpckgreifen, etwa um den Marquis um Hilfe zu rufen oder Pflanzen wachsen zu lassen. Leider wurde das Magiefeature nicht immer konsequent durchgezogen. Eine tolle Neuerung ist außerdem der Tag und Nachtwechsel den der Spieler jederzeit selbst durchführen kann. Manche Rätsel lassen sich hierbei nur bei Nacht lösen, andere nur bei Tag. Ab und an ist es jedoch nicht ganz ersichtlich warum Jerry eine Aktion partout nur zu einer bestimmten Tageszeit ausführen möchte.
Tolle Rätsel, die jedoch zu anspruchsvoll sind, als dass Night of the Rabbit als Kinder- und Familienspiel funktioniert – dazu ist die Rahmenhandlung auch zu konfus. Insgesamt hat Daedalic Entertainment ein märchenhaftes Spiel geschaffen, mit einem wundervollen Beginn und packenden Schluss, das leider nicht an Erfolge wie Deponia oder Edna bricht aus anknüpfen kann.


deshalb von mir: 3/5

aber zuletzt noch die wunderschöne Titelmelodie, in die ich mich einfach nur verliebt habe!






Copyright aller Abbildungen liegt bei Daedalic Entertainment








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