Scrivener - Nicht nur für Romane

00:28 Katharina Erfling 0 Comments

Ich muss mich erst einmal entschuldigen - falls hier noch irgendjemand mitliest. Ich habe den Blog in der ganzen ganzen letzten Zeit ziemlich stiefmütterlich behandelt. Ich gelobe aber Besserung ;)

Der Grund für diesen Post ist eine Neuerwerbung, die mich derart beeindruckt, dass ich sie euch direkt mal vorstellen möchte. Ich rede hier von dem Autorenprogramm Scrivener.



Das Programm läuft sowohl auf Mac und Windows, als auch auf Linux und bietet viele Funktionen. Sonderlich ist es mit seinen 53MB auch nicht. Man kann es kostenlos 30 Tage testen, dann kostet das Programm 40$.
Es gibt keine Textdateien im eigentlichen Sinn, man hat sowohl Karteikarten, kann diese als einzelne Textdatei oder alle in einer ausgeben oder sich alles in einer Überblicksliste anzeigen lassen. Die Ausgabemöglichkeiten variieren von rtf über pdf bis hin zu epub.
Man hat die Möglichkeit sich selbst Ziele zu setzen (Wortanzahl) aber auch im Fenstermodus zu arbeiten, damit man sich ja nicht selbst ablenkt ;) Genauso kann man den Splitscreen benutzen, um mehrere Dokumente gleichzeitig zu öffnen und so etwa Korrekturen einzubauen. Man kann eigene Labels anlegen und Notizen bzw. Kommentare anfügen oder auch Sammlungen verschiedener Dokumente (ob jetzt zu Charakteren oder Literatur) anlegen. Mir der Schnappschussfunktion kann man einzelne Szenen oder gar das ganze Manuskript sichern und im Zweifelsfall mit einem einzelnen Klick diesen Schnappschuss wiederherstellen.



Ich habe das Programm getestet, um meine Romane zu plotten und schreiben. Eigentlich habe ich schon so viele Programme ausprobiert, dass ich es schon völlig aufgegeben hatte, etwas passendes zu finden, aber hier wurde ich überzeugt. Man hat alles im Überblick und kann trotzdem ziemlich frei planen und gestalten.

Was mich aber am meisten beeindruckt hat, war die Möglichkeit einerseits wie auf Karteikarten zu brainstormen bzw. zu ordnen, sich das dann aber auch als Liste untereinander anzeigen zu lassen. Dadurch entsteht fast nebenbei der Plot. Diese Art des Arbeitens hat mich völlig überzeugt, weil ich bisher sonst immer nur die Karteikarten-Anzeige hatte oder in einer ganz normalen Odt-Datei geplottet habe. So kann ich erst grob mit den Karteikarten plotten und nach Belieben umschalten.



Aber: Ich bin nicht nur verliebt in das Programm, weil es sich so gut auf mein Schreiben anwenden lässt. Nein. Ich benutze es neuerdings auch für die Uni. Genauergesagt für meine Bachelorarbeit. Dafür ist das Programm nämlich auch super geeignet. Eben wie beim Schreiben, habe ich auch bei meiner Bachelorarbeit alles genau im Blick: die Notizen zu einzelnen Aufsätzen, die Literatur, die Gliederung, die sich immer weiter ausbaut... Es ist wirklich perfekt und so viel einfacher, als in einer einfachen Datei oder auf dem Papier zu planen.

Fazit: Ein tolles Programm, das eben nicht nur Romanen zum Leben verhilft ;)

Mehr zu Scrivener auf der Website von Literature and Latte
Bilder: Literature and Latte

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